Anna Kleiner - Safari meines Lebens

Krueger Safari

Fotocredits: South african tourism

Krueger Safari

Lion Sands Narina Lodge

«Cabine crew – 10 minutes to landing» ertönt aus dem Lautsprecher oberhalb unserer Sitzreihe. Skukuza Ariport Kruger National Park heisst unser Ziel. Herzlich werden wir am Flughafen von Ben, unserem Ranger für die nächsten drei Tage empfangen. Mit dem Safarifahrzeug bringt er uns zur Lion Sands Narina Lodge. Für mich steht fest – das ist mein absoluter Lieblingsplatz auf dieser Reise.

Die Lodge mit den Luxussuiten liegt direkt am Sabie River. Als wir in unsere Suite geführt werden, sind wir überwältigt. Sie wiederspiegelt eine Mischung aus wunderschönem Design, eingebettet in eine natürliche Umgebung und das Gefühl, Zuhause zu sein. Das Herz der Suite ist die Terrasse mit Blick auf dem Fluss und einem kleinen Tauchbecken. Zweimal muss ich hinsehen, um zu erkennen, dass das Becken künstlich angelegt worden ist. Mit dem Fluss im Hintergrund sieht es aus, als wäre dieses Wasserloch schon ewig da und wären nur zwei Liegestühle dazugestellt worden.

Wir starten das Erlebnis «Narina Lodge» mit unserem Evening Game Drive und dem Wunsch an unseren Ranger, einen Leoparden zu sehen. Für den Anfang starten wir mit einem Leopard Turtle. Die Tierchen werden rasch grösser. Wir sehen Zebras, Nashörner und Elefanten. Direkt entlang des Pfades liegt ein Löwe im Schatten und geniesst dir ruhigen Minuten. Freudig stellen wir fest, dass direkt in nächster Nähe noch zwei weitere seiner Kollegen am Faulenzen sind.

Wir gehen «off-road» - erstaunt darüber, was uns Ben wohl zeigen will, erblicken wir im Dickicht plötzlich eine Elefantenherde. Wir sind amüsiert darüber, wie gut sich diese riesigen Dickhäuter verstecken können. Richtig süss sieht es aus, wenn sich einer der Elefanten wieder in einen Busch verzieht und wir nur noch die Beine unter dem Gestrüpp hervorschauen sehen. Noch viel süsser ist der kleine Elefant, den wir plötzlich beim Vorwärtsgehen der Herde hinter einem der grossen Elefanten entdecken. Dem Kleinen ist ein Safarifahrzeug offensichtlich noch unbekannt. Er macht sich gross, streckt den Rüssel in die Luft und wedelt mit seinen Ohren, um uns auf Distanz zu halten. Zum Glück habe ich die Kamera griffbereit – eines meiner Lieblingsbilder.

Zurück in der Lodge werden wir in unserer Suite zum Braai abgeholt. Braai ist das afrikanische Barbecue und verspricht viel leckeres Fleisch und frisches Gemüse vom Grill. Wir geniessen den Abend unter dem freien Sternenhimmel, bevor wir uns müde von all diesen Erlebnissen schlafen legen.

Am nächsten Morgen starten wir um 05.30 Uhr auf den Morning Drive. Kaum sind wir 100m von der Lodge weggefahren, steht bereits schon ein Nilpferd im Dickicht. Ein guter Vorbote für eine erfolgreiche Safari und die Vervollständigung unserer Big Five. Löwen, Nashörner, Büffel und Elefanten haben wir auf der Reise bereits angetroffen. Der Leopard fehlt noch in der Reihe. Aber nicht mehr lange. Ben und sein Kollege stellen das Safarifahrzeug an einem sicheren Platz ab und erkunden die Gegend zu Fuss. Es herrscht Aufregung im Jeep, als die beiden eilig zurückkehren und den Motor starten. Wir fahren los, durch die Büsche hindurch und zielstrebig an einen Ort, von dem die beiden vorher hergekommen sind. Da steht er – ein wunderschöner Leopard. Offensichtlich hat er soeben noch eine Mahlzeit verschlungen. Er ist noch faul, räkelt sich am Boden und atmet mit offenem Mund. Sein Bauch ist kugelrund und er scheint sehr zufrieden zu sein. Es ist ein Wahnsinnsmoment, den Leoparden so nah, direkt neben dem Fahrzeug zu sehen. Ich weiss nicht, ob ich durch die Kamera schauen soll, um Fotos zu knipsen oder ob ich den Leoparden live bestaunen soll.

Die Begegnung mit dem Leoparden bleibt nicht die einzige Überraschung an diesem Tag. Zurück vom Morning Drive frühstücken wir ausgiebig. Faul wie der Leopard nach seiner Mahlzeit, wollen wir uns auf der Terrasse unserer Suite in den Liegestuhl legen und die Sonne geniessen. Kaum habe ich die Augen geschlossen, höre ich ein Geräusch. Zuerst nehme ich nur das Rascheln der Büsche unterhalb unserer Terrasse wahr. Dann dringt die Wahrnehmung deutlicher zu mir durch – direkt unterhalb unserer Terrasse haben sich Elefanten eingefunden, fressen gemütlich all das Grünzeug, das Ihnen in die Quere kommt und scheinen zwischendurch miteinander zu kommunizieren. Zuerst sehe ich nur die drei Dickhäuter, welche direkt unterhalb unserer Terrasse stehen. Dann schweift mein Blick weiter. Ich weiss nicht, ob es zehn, zwanzig oder fünfzig Elefanten sind, die sich zwischen dem Fluss und der Lodge aufhalten. Total begeistert renne ich ins Zimmer und hole meine Kamera.

Zum Relaxen auf dem Liegestuhl kommen wir an diesem Nachmittag nicht mehr. Zu beschäftigt sind wir mit dem Beobachten der Elefanten. Zudem müssen wir uns auch schon bald startklar machen für ein ganz besonderes Highlight. Heute Abend schlafen wir nicht in unserem Zimmer in der Lodge, sondern unter freiem Sternenhimmel.

Kurz vor der Dämmerung werden wir von einem Ranger abgeholt und im Safarijeep durch den Busch gefahren. Im wunderschönen Licht der Abendsonne kommen wir beim Tinyeleti Treehouse an. Mein Herz klopft höher beim Gedanken daran, dass wir hier inmitten der Wildnis übernachten sollen. Wir werden herzlich begrüsst und ins Treehouse reingeführt. Nach einer kurzen Instruktion wird die Türe unten abgeschlossen und wir sind alleine. Alleine mitten im Busch, oben auf einem Treehouse mit wunderschönem Blick auf den Fluss und vielen, vielen Geräuschen der Natur.

Der gekühlte Champagner und der hübsch gedeckte Tisch laden zum Abendessen ein. Das Essen aus dem Picknickkorb schmeckt toll – wie könnte es auch anders sein in dieser wunderschönen Umgebung. Schon bald dunkelt es ein und die Sterne am Himmel werden sichtbar. In diesem Moment bin ich hin und hergerissen zwischen dem wunderbaren Gefühl, mitten in der Wildnis diesen wunderschönen Moment zu geniessen und dem Nervenkitzel, zu zweit die Nacht mitten im Busch zu verbringen. Mit dem Aufgehen des Mondes verschwindet der Nervenkitzel. Im Mondschein haben wir das Gefühl, schon fast erkennen zu können, was im Fluss und an dessen Ufer geschieht. Die Bedenken vor Leopard & Co. schwinden, sodass wir seelenruhig im Mondschein und inmitten der Tiergeräusche des Buschs einschlafen.

Es ist wohl das allerschönste Erwachen am nächsten Morgen auf der gesamten Reise. Noch unter der Bettdecke ist der warme Wind zu spüren, der um das Treehouse zieht. Das Moskitonetz schwebt sanft im Wind und durch das Netz hindurch ist der Sonnenaufgang zu erkennen. Die Öllampen auf dem Treehouse, welche von der langen Nacht noch nicht erloschen sind, flackern vor sich hin. Es fühlt sich an, als würde die ganze Welt noch schlafen und nur die Tiere, rund um uns herum würden sich langsam in Bewegung setzen. Dieser wunderbare Moment inmitten der Natur nehme ich als kleinen Erinnerungsschatz von einer wunderschönen Südafrikareise mit nach Hause.

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