Anna Kleiner - Safari meines Lebens

Kariega Safari

Fotocredits: South african tourism

Kariega Safari

«Good morning - It’s your wake up call». Es ist fünf Uhr in der Früh, aber ich bin schlagartig hellwach. Der erste Morning Game Drive steht an. Vor dem Start trinken wir einen Kaffee auf der offenen Terrasse der River Lodge. Wie der Name es schon erahnen lässt, liegt die Lodge direkt am Fluss. Wir geniessen den Blick über den Fluss, der in der Morgendämmerung in ein wunderschönes Licht getaucht ist. Die kleinen Äffchen, welche uns und im Besonderen die Snacks auf dem Frühstückstisch beobachten, sitzen auf einem Baum direkt neben uns und lassen unsere Vorfreude auf die Tiere, welche wir in Kürze sehen werden, noch grösser werden.

Entlang des Flusses starten wir unsere Tour und fahren immer weiter in das Innere des Parks. Das hügelige Gebiet des Kariega Private Game Reserve ist traumhaft schön. Die Landschaft ist grün, soweit das Auge reicht und oben auf einem der Hügel angekommen, eröffnet sich uns eine unendliche Weite. Ich geniesse es, meinen Blick über diese weite Fläche schweifen zu lassen und zwischendurch eine der Antilopenarten zu erblicken. Aber natürlich freuen wir uns besonders auf die Big Five oder zumindest einige davon.

Sie lassen nicht lange auf sich warten. Das Funkgerät unseres Rangers wird aktiv. «Lions, on the road». Sofort düsen wir los und siehe da. Zwei Löwenmännchen spazieren gemütlich der Strasse entlang und lassen sich auch von uns als Zuschauer nicht stören. Es ist ein gewaltiges Gefühl, diese mächtigen Tiere in Bewegung beobachten zu können und ein traumhaftes Bild, das sich uns bietet. Einige Minuten können wir den Spaziergang der beiden mitverfolgen, bis sie im Gebüsch verschwinden und sich unter einem Baum im Schatten zur Ruhe legen. Dieser erfolgreiche Start unseres Morning Drives stimmt uns alle zuversichtlich, dass noch mehr der Big Five zu sehen sein werden.

Und wir behalten recht. Schon ein paar Minuten später begegnen wir direkt am Strassenrand einer Nashornfamilie. Wie süss – ein Baby ist mit dabei und trinkt gerade bei der Mutter. Die drei Nashörner bleiben seelenruhig, als wir direkt neben ihnen halten. Es ist faszinierend, diesen mächtigen Tieren so nah zu sein.

Wir fahren weiter, bis der Ranger plötzlich abrupt stoppt. Hinter einer Kurve steht eine Herde Büffel direkt auf der Strasse und blickt in unsere Richtung. Einen kurzen Moment beschleicht mich ein ungutes Gefühl und ich frage mich, wie es möglich sein wird, an diesen Büffeln vorbeizukommen. Der erfahrene Ranger aber fährt in ruhigem Tempo auf die Herde zu, so dass uns die Tiere passieren lassen. Mein Herz klopft, als wir mitten durch die Herde hindurchfahren und den Buffalos ganz nah sind. Zum Glück sind einige von ihnen gerade damit beschäftigt, ein Bad zu nehmen, so dass sie sich nicht um uns kümmern.

Drei von den Big Five konnten wir auf dem ersten Morning Drive erspähen. Gespannt darauf, was der Tag noch alles für uns bereithalten wird, machen wir uns in der River Lodge bereit für unseren Transfer zu Settlers Drift. Auf dem Flussweg werden wir mit dem Speedboat zu der nächsten Lodge gefahren. Das ist eindeutig der coolste Transfer, den ich bisher je genossen habe. Nach dem Relaxen am Pool am Nachmittag geht es auf den Evening Game Drive.

Während der ersten Stunde zeigen sich uns alle möglichen Arten von Antilopen, Zebras, Giraffen und Sträusse. Alle anderen Tiere verstecken sich offensichtlich vor dem herannahenden Regen. Chris, unser Ranger entscheidet deshalb, dass er mit uns die Hippos aufspüren will. Wir sind begeistert von dieser Idee. Die ersten Flussstellen, welche wir anfahren, sind leer bis auf ein Ufer, an dem Affen auf einem Baum herumtollen und zwischendurch vom Flusswasser trinken.

An der allerletzten Wasserstelle glaubt Chris, ein oder zwei Nilpferde entdeckt zu haben. Bei genauerem Hinsehen sehen wir, dass es sieben Stück sind. Solange nur die Augen aus dem Wasser blinzeln, kann ich mir das Ausmass der Grösse dieses gewaltigen Tiers nicht ausmalen. Währenddessen zwei Hippos abgetaucht sind, liegen drei der Riesen gemütlich im Wasser und lassen sich die Sonne auf den Kopf scheinen. Die beiden anderen strecken plötzlich ihre Köpfe aus dem Wasser und machen sich aneinander zu schaffen. Ob sie sich liebkosen oder eher ausmachen, wer von beiden der Stärkere sein könnte, ist mich nicht erkennbar. Aber das Schauspiel, welches sich uns bietet, ist fantastisch.

Mit diesem tollen Erlebnis im Gepäck und einem anschliessenden Drink am Fluss, machen wir uns auf den Rückweg. Obwohl es schon bald dunkel wird, verspicht uns Chris jedoch, nach den Elefanten Ausschau zu halten. Nach einigen Minuten erkennen wir in der Ferne eine gräuliche Fläche. Auf direktem Weg fahren wir in die Richtung des Tieres. Für einen Elefanten ist das Tier zu klein. Aber für ein Spitzmaulnashorn passt die Grösse perfekt. Nachdem wir am Morgen bereit schon die Breitmaulnashörner gesehen haben, sind wir riesen Glückspilze, auch noch diesen Giganten anzutreffen.

Kurz bevor es komplett eindunkelt, entdecken wir die grossen, grauen Dickhäuter. Ich könnte der Elefantenherde stundenlang zusehen. In einer unglaublichen Ruhe fressen die Elefanten direkt neben uns die Blätter von den Ästen. Der kleine Babyelefant steht seelenruhig mittendrin und es ist ein wunderschönes Gefühl, den Einbruch der Dunkelheit mitten im Park zusammen mit diesen Giganten zu erleben.

Das unerwartete Zusammentreffen mit dem Nashorn und der Elefantenherde beschert uns eine Nachtsafari. Total begeistert sitzen wir alle im Safarifahrzeug und geniessen die Fahrt durch die Nacht mit den ungewohnten Geräuschen und den aufblitzenden Augen rund um uns herum. Ein einmaliges Erlebnis. Das Abendessen in der wunderschönen Lodge Settlers Drift ist ein perfekter Abschluss eines erlebnisreichen Tages.

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